Hoch die Gläser, auf dass sie klirren
Soll Edles mir den Kopf verwirren
Mich umnebeln, mich betäuben
Hoch die Gläser, erneut gefüllt
Bis der Kopf nach Ruhe brüllt
Und der Körper matt entschlummert
… und endlich Schlaf mich dunkel hüllt
Welchen Wert hat ein Leben?
Was kostet ein Tod?
Wie schmeckt Rache?
Und warum ist Blut so tiefrot?
Leben ist Bewegung.
Tod narrt – versickert im Sand.
Rache schlägt tiefe Wunden.
Und Blut klebt an der Hand.
Der Pirat, der Pirat
Ist in der Tat
Ein grimmig Wesen
Steht mit Hinkebein und Haken
an einem Tresen
Säuft, raucht, stinkt vor sich hin
Und schreit nach Frauen
Will einem Weib
Den Arsch verhauen…
Kann sie solch einem Kerl vertrauen?
Ja, denn da weiß sie
Was sie bekommt – Haue eben!
Es dröhnt und knackt
Und wackeln tut es ebenso
In ihm
Laut und dumpf und schmerzhaft
Der alte Mann einst lebensfroh
Nun bröckelt seine Lebenskraft
Rillen im Gesicht und Töne aus dem Hintern
Am Ende macht der Körper, was er will
Mit ihm
Krumm die Beine, Keulen einst
Kein Zauber mehr im grauen Star
Müde Lider, wo früher Leuchten war
Und Hände zittern in kalten Wintern
Doch: im Kopf ein Feuer an Gedanken
Schöne, edle, auch Dreck und Moos
Da paart sich Freude mit Mordgelüsten
Nebst Kochrezepten von Gans mit Klos
Von ihr
Die Brust ihm bebt, die Augen funkeln
Der schlaffe Arsch vor Spannung zuckt
Wenn jetzt das Herz ihm stehen bliebe
Vor Glück
Als die Erinnerung an Liebe
Als Blick ins Land, das weit zurück
Voll Schweiß und blumig-zarter Düfte
Schwappt auf und glüht ein letztes Mal
Die Magie der heruntergekommenen Hüfte
Es schneit, nun – das ist nicht neu
Drum wundert’s mich, wie scheu
Erneut die Räumkolonne ist
Haben wir sie doch schon letztes Jahr vermisst
(… und niemand lernt dazu, buhu)
Es schneit, nun – das ist nicht schön
Kann man nur bewaffnet mit dem Föhn
Straßenkrusten überwinden
Um zu seinem Ziel zu finden
(… unter welchem Dreckhaufen verbirgt sich mein Auto?)
Ich sehn den Frühling mir herbei
Mit grünem Gras und buntem Allerlei
An Blumen und an Krauchgetier
Ach wär’ er doch nur schon erst hier
Hilft weder Jammern noch Krakelen
Zugeschneit sind zarte Seelen
Tiefgefroren wie grüne Bohnen
Die in Tiefkühlschränken wohnen
Schnief
Stehe Stunden rum und wart’
Neben mir ein Mann mit Bart
Vor mir alte Frau mit Kind
Schaut ganz traurig, wie ein Rind
Das Kleine ist fasziniert vom Bart
Der sich nun mit Schnodder paart
Endlich nähert sich ein Bus
Doch zu allem Überfluss
Ist der schon voll
Wie auch der Mann mit seinem Bart
Stinkt doll nach Schnaps, das ist echt hart
Quetschen, schieben, böser Blick
Tür geht zu mit einem Klick
Menschen atmen, Luft wird knapper
Angefüllt mit Teen-Geplapper
Mann mit Bart und Fuselfahne
Schaut mich an und ich erahne
Gleich wird er mich auserwählen
Und mir all sein Leid erzählen
Bus steht schon wieder statt zu fahren
Gleich mir platzt mein Winterkragen
Neben mir ein Rülps vom Döner
Lilienduft, das wäre schöner
Schließ die Augen, denk mich weit fort
An einen wundersamen Ort
Wo Busse regelmäßig fahren
Bärte sich mit Klingen paaren
Wo ich schöne Dinge seh’ …
Träum weiter – sagt die BVG
Blaue Stunde
Blauer Kopf
Schlafende Hunde
Beißender Kropf
Würmer schleichen sich vom Himmel
Wühlen sich in’s Hirn hinein
Tropfen fallen mit Gebimmel
Pissend hebt der Hund das Bein
Weiße Stunde
Leerer Kopf
Jaulende Hunde
Schreiender Kropf
Übrigens: Der Feuerlöscher im Bus heißt Gloria. Das ist fast wie ein Sonnenstrahl, oder?
Es war einmal eine Rosskastanienminiermotte,
die wäre lieber eine Sprotte,
könnt tummeln sich im Bächelein.
(Nein, könnte sie nich,
denn die Sprotte an sich
tummelt sich wenn dann in Meeren.)
Doch um zum Thema zurückzukehren:
Diese kleine, fette Motte,
die definitiv war keine Sprotte,
sprang – als könnt sie wirklich schwimmen,
in einen Bach …
Ach,
da war’s um sie geschehen,
und alle konnten sehen:
(bis auf die Motte, denn die war ja tot)
Motten in Wasser, das scheint schlecht zu laufen,
denn wie das so ist, die tun halt ersaufen.
Drei Meter dickes Schwallen
Lallen Lallen Lallen
Ich kann’s nicht mehr ertragen
Will den Dunst ersticken
Will ihn aus dem Stockwerk stoßen
Wünschte, es regnete Messer
Sieben Stufen hinauf ins Loch
Poch Poch Poch
Sie rennen, sie geifern
Sie sabbern sich gegenseitig zu
Und übertrumpfen einander mit Soße
Ertrinken fast im eignen Schmalz
Maus frist Wurm, Krähe frist Maus
Aus Aus Aus
Ein Schmatzen flüchtet durch die Flure
Wie eine Dirne, zu lahm und zu fett
Und am Ende eines Tages
Klopft ein jeder sich die Schulter
Nett Nett Nett
Wattekopf mit Krausgedanken
Ordnung überschwemmt
Chaos hat famose Pranken
Lummifrub das Denken hemmt
Gemüsesaft die Adern sprengt
Rot und gelb (kommt von der Möhre)
Dickkopf von den Schultern hängt
Opiumduft mir würgt die Röhre
Regen, Sonne, Sonne, Regen
Schwimmflügel ich könnt gebrauchen
Wolkenbrei tropft auf den Brägen
Wär’ ich Fisch, ich würde tauchen
Tauchen, tauchen, immer tiefer
Bis die Nase steckt im Grund
Wühl mich ein in Schlamm und Schiefer
Hände müde, Zunge wund
Wattekopf mit Brägenpanne
Seele sucht nach Kokosmilch
Schütte Kröten in die Wanne
Und ertränk darin den Knilch
Was ist wohl der Unterschied
zwischen all zu schönen Worten
und zuckersüßen Sahnetorten?
Rosarot
Es gibt da keinen
denn sowohl die Einen
als auch die Zweiten
tun zunächst mal Freude bereiten
Zuckerguss
Doch wehe, wehe, wehe
wenn ich dann genau hinsehe:
Süß wie Honig tropfen Worte
ganz genau wie ranzig Torte
triefen, sabbern, schlagen Blasen
wie Seifenlauge auf nassem Rasen
Kurzgenuss
So klebt und schmiert
was reich verziert
und lockt auf falsche Fährte
die Beute, die begehrte
Obacht! Die Fliegenfänger sind unterwegs im Hause …
Mir schwant, der Sommer ist im Arsch,
man könnte sagen fast: Dat warsch!
Am Himmel Aschewolken stehn,
nirgends nicht kein Blau zu sehn.
Mich fröstelt arg, der Hintern zittert,
hab so nicht mal im Herbst gebibbert.
Dicke Jacke, wollne Mütze,
dieses Wetter ist doch Grütze!
Auch im Urlaub war’s kaum wärmer,
dafür bin ich jetzt was ärmer.
Wo ist denn nur die Sonne hin?
Grau in grau, ick glob, ick spinn.
Die macht wohl Ferien, hat sich verpieselt,
drum es bei uns nur immer nieselt.
Mit samt dem Kerl ich bleib im Bett,
so wird der Tag dann dennoch nett.
Am Ende kackt die Ente… oder: Ente gut, alles gut.
Gut getarnt der Feind
Sich hinter schillernden Blasen versteckt
Während insgeheim er schon die Krallen reckt
Ein Lächeln hier, dort ein Zauberwort mit Glitzerkram
Hinter geschlossenen Türen aber
Bösgelaber
Fallen stehen, Gräben klaffen
Und der Fallstrick ist gespannt
Armer Trottel, der Gutes denkt
Hat sich im Zuckerguss verrannt
Schädel brummt
die Welt verstummt
Füße drehen sich im Kreis
Wein als Dunst
am Boden Kunst
Gedanken liegen noch auf Eis
Magen dreht
Penis steht
Herrlich, was schreib’ ich für ein Scheiß
Gummiwolken den Himmel verwässern
Sonnenbeine schimmern blässern
Stechen durch Gedankenblasen
Hundekot liegt auf dem Rasen
Auf dem Tisch ein Korb mit Obst
Der Magen leer, das Obst kein Trost
Sonntagsblues, die Welt zu laut
Rote Tram fährt durch die Haut
Ein Radler schreit, sein Hund bellt leise
Japaner lächeln auf der Reise
Jazz im Ohr, den Mann im Blick
Holt mich auf die Welt zurück
… Che …
Da liegt es nun, ganz krumm
die zarte Stimme – stumm
Schnabel ab, Federn raus
der ganze Anblick: Graus
Armes Ding
am Fuß ein Ring
das Blut im Straßengraben
das Herz gefressen – Raben
Fliegend wolltest leben
über Wolken schweben
jetzt klebst’e auf Asphalt
so ist das Leben halt
Es ist schon erstaunlich, über welche Suchbegriffe manch eine(r) auf meinem Blog landet. Neben Worten wie Esel auf Rang eins und Freundschaft auf Platz zwei finden sich auch immer wieder Schlagworte wie dreckige Schlüpfer oder stinkende Unterhose. Dieses ungewaschene Untendrunter-Beinkleid scheint sich also besonderer Beliebtheit zu erfreuen. Ein Grund mehr, ihm einen kleinen Reim zu widmen. Hier nun also die lang ersehnte und bis dato unerwähnte …
… Ode an den Schlüpfer
Oft fein gerippt in Unschuldsweiß,
ziert er des guten Mannes Steiß.
Der Schlüpfer.
Dort sieht man ihn gar mannigfaltig,
bunt geblümt, getupft und streifig,
mit Eingriff mal und mal auch ohne,
um vor dem Abrieb er verschone,
des Mannes allerwicht’ges Stück.
Ja, so eine enge Jeans kann schon mal schubbern auf nackter Haut.
Doch wehe, wehe, wehe,
wenn ich in seine Nähe gehe
und mit arg verwöhntem Näschen
schnupper wie ein Schnuffelhäschen.
Dann sollten Schlüpfer wie sein Träger
mit zartem Duft mich überraschen.
Denn mal ganz ehrlich:
Wer will schon gern von dreck’jen Tellern naschen?
Ich habe voll die Nase,
vom heißen Tee die Blase,
voll vom Winter – trotz neuer Jacke,
voll vom Schnee – der ist doch K****.
Mag nicht mehr rutschen, schlittern, frieren.
Würd’ lieber im Sonnenschein dinieren.
Würd’ lieber im Blütenrausch verweilen,
über grüne Wiesen eilen.
Möcht’ lieber jetzt im Grase liegen,
um mich herum die summend Fliegen,
(Bienen reimen sich nicht, wären aber netter)
neben mir ein nackter Mann…
Schön, wenn man noch träumen kann.
Schneesturm, Graupel, rote Ohren,
hab den Arsch mir abgefroren.
Sitz im Office, Heizung brüllt,
Haut sich wie Papier anfühlt.
Kollegen niesen, Kaffee nicht schmeckt,
Wasserkocher ist verreckt.
Kantinenessen – kein Genuss,
Panadenfisch im Überfluss.
Stunden ziehen sich wie Gummis,
bau tagein tagaus nur Dummys.
Gedanken werden schlecht bezahlt,
kaum noch Spaß bei dem Gehalt…
An einem Dienstag im Büro…
(In enger Zusammenarbeit mit Kerner & Koesler)
Warum in die Therme scheißen,
sieh, der Lokus steht so nah?
Warum in die Wade beißen,
wenn da schon ein andrer war?
Wann, wenn nicht jetzt?
Wo, wenn nicht hier?
Haben uns verschätzt.
Fressen einen Stier.
Schwenkt ein rotes Tuch
sodann als Provokant.
Lasst ab von dem Eunuch,
der hat sich nur verrannt.
Danke Männers, es war mir ein Vergnügen!
Du stammst zwar nicht aus Böhmen,
Wie dieser Tanz
Gehörst doch zu den Schönen
Wie Sissis Franz
Am Anfang steht ein Hüpfer
Gefolgt von Wechselschritten
(kurz-kurz-lang)
Du trägst gern bunte Schlüpfer
(kurz-kurz-lang)
Isst Wurst auf dunklen Schnitten
Sprich, eine gewisse Übereinstimmung zwischen Polka & Volker ist nicht abzustreiten.
Du bist wie Polka, lebhaft & froh
Bist Busenfreund uns, Mentor, Schatz
Wir lieben dich, das ist mal so
Hast `nen besondren Platz
Und kommende Ereignisse werfen bereits ihre Schatten voraus…
Advent, Advent, der Toast verbrennt
Kaffee wird kalt, das Ei ist hart
Hab wieder am falschen Ende gespart
Jetzt sitze ich bei Lampenschein
Guck blöde in die Röhre rein
Während draußen Regen fällt
Denkt keiner an’ne Weihnachtswelt
Jedenfalls ich nicht!
Mutti sagt: „Zünd Kerzen an
Damit kommt auch Stimmung an“
Will’s versuchen, nehm gleich drei
Und drumherum noch Allerlei
Bisschen Nadeln, ein paar Nüsse
Hab noch alte Negerküsse (reimte sich so schön)
Doch etwas fehlt, das geb’ ich zu
Und zwar was Süßes in `nem Schuh
Es war einmal ein Hund,
der trieb es doch recht bunt,
man glaubt es kaum –
der hob sein Bein an jedem Baum
Dann traf er eine Katze,
die zeigte ihm die Tatze
mit Krallen dran – ganz scharf und lang
und bremste seinen Stromer-Drang
Denkst’e!
Denn dieser blöde Köter,
bekannt als Schwerenöter,
zieht weiter seine Runden fein
und hebt an jedem Baum das Bein
Und Katze?
Nun, Mietze schläft jetzt deutlich besser,
wetzt keine Krallen mehr wie Messer,
kann sich gemütlich schmiegen
an eines Katers Fell gediegen
Und der Hund? Soll er doch… Köter bleibt halt Köter!
Der Kolibri, der Kolibri
Der ist ein wirklich hübsches Vieh
Schnell, galant und zierlich fein
Ziert er der Dame linkes Bein
Alsbald die Schlange im entgegen
Wird windend sich empor bewegen
Ihn zu fassen, ihn zu schlingen
Nur wird ihr das wohl kaum gelingen
Ist’s doch ein Bildnis nur – zum Glück
Muss man sehen um es zu verstehen!
Der Wahnsinn hat Methode
und macht mich ganz marode
ich zapple rum, der Nacken spannt
könnt frustig kacken an die Wand
bringt wohl nix, da muss ich durch
wie durch das Unterholz der Lurch
so schleime ich mich weiter fein
piss niemandem unschön ans Bein
halt meine Klappe und pariere
zum Trost winkt gegen Nacht das Biere
und morgen dann in alter Frische
sitz ich hier wieder fein am Tische
Es lebe der Büroalltag!
Es war einmal ein Knabe,
der hatte eine Gabe:
Herzen brechen, Seelen blenden.
Doch gab es niemand, der konnt’ beenden
dies böse Treiben.
Dann kam da diese Schlange,
die wartete schon lange
auf solch Gelegenheit zum Biss –
schnappte, würgte ihn und riss
das Herz ihm aus dem Leib.
Jetzt irrt der Junge ohne Leben,
kann niemals wieder Liebe geben,
kann nur noch taumeln – leer und taub,
wie herbstlich-öde welkend Laub.
Selbst Schuld!
… oder doch noch heilbar?
Wenn rings um dich nur Wasser ist
und du nicht schwimmen kannst,
dann bist du verloren.
Wenn rings um dich nur Lügen sind,
die du nicht sehen willst,
dann bist du blind.
Wenn rings um dich die Sonne scheint
und du die Augen schließt,
dann bist du dumm.
Was war es lustig, was war es nett
nur brummt der Schädel mir jetzt fett
die Zunge einen Pelz trägt heute
im Bauch da trampeln kleine Leute
und mit dem Kucken ist’s echt schwierig
irgendwie wirkt alles schmierig
Liegt das am Kater? Miauuuuuuuuuuuuuu
Es war einmal ein Pessimist,
der sah die Welt nicht, wie sie ist,
der sah die Welt nur schwarz und weiß,
den Winter kalt, den Sommer heiß.
Es war einmal ein Egoist,
der erkannte nicht, dass er alleine ist,
mit seinem Selbst, mit seinem Ich.
Am Ende hatte er nur sich.
Es war einmal ein kleines Mädel,
die hatte einen Traum im Schädel,
der war sehr albern, war sehr dumm…
Jetzt weiß sie aber:
Die Welt, die dreht sich andersrum.
… und dazu böse Gedanken:
Schande über dich!
Gevierteilt sollst du sein
Und dich erbrechen an deinen blut’gen Eingeweiden –
Brachlandschaften deines Hirns,
Verwelken mögen sie im Angesicht
Des Todes, der dein blasses Antlitz küsst,
Bis dass die letzten Lebensfluten sich ergießen
Aus deinem weißen Leib
Au Backe, böse, böse – passt aber wie Arsch auf Eimer!
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