Es war einmal…

Pösie für Lieb & Bösi

Es war einmal ein Pessimist,
der sah die Welt nicht, wie sie ist,
der sah die Welt nur schwarz und weiß,
den Winter kalt, den Sommer heiß.

Es war einmal ein Egoist,
der erkannte nicht, dass er alleine ist,
mit seinem Selbst, mit seinem Ich.
Am Ende hatte er nur sich.

Es war einmal ein kleines Mädel,
die hatte einen Traum im Schädel,
der war sehr albern, war sehr dumm…

Jetzt weiß sie aber:
Die Welt, die dreht sich andersrum.

Böse Woche…

Pösie für Lieb & Bösi

… und dazu böse Gedanken:

Schande über dich!
Gevierteilt sollst du sein
Und dich erbrechen an deinen blut’gen Eingeweiden –
Brachlandschaften deines Hirns,
Verwelken mögen sie im Angesicht
Des Todes, der dein blasses Antlitz küsst,
Bis dass die letzten Lebensfluten sich ergießen
Aus deinem weißen Leib

Au Backe, böse, böse – passt aber wie Arsch auf Eimer!

Kommunikation – ein verwirrend Ding

Pösie für Lieb & Bösi

Da sagt man was und meint’s nicht so
Da hört man was und denkt sich: Ohhh
Dann sinniert man drüber, grübelt rum
Und letztlich ist’s ganz andersrum

Blöd gelaufen, schade ist’s
Könnt ändern ich nur diesen Mist
Würd drehen gern an Uhr und Zeiger
Doch Zeit ist ein Totalverweig’rer

 

Mich flimmert heute so & der Sultan trinkt Bier

schreibchenweise

Gebannt starrend versuche ich die winzigen Buchstaben auf meinem Monitor zu entziffern. (Macht das eigentlich Sinn – Buchstaben entziffern? Kann man dann auch Zahlen entalphabetisieren?) Bei gefühlten 45 Grad im Schatten der Bürowände ein wahrlich schwieriges Unterfangen, denn der Monitor scheint irgendwie zu flimmern.

Kollege M. meint das auch, Kollege K. hat eine plausibel klingende Erklärung parat: Schuld an dem Dilemma sei die aufsteigende Dunstwärme hitzebedingt stark transpirierender Unterarme, welche heute nur all zu träge auf Tastaturen kleben. Die aufsteigende Heißluft der Gliedmaßen versetze die Pixelpunkte der Bildschirme in derart hektische Schwingung, dass deren Fixierung für das menschliche Auge unter diesen Umständen ein Unding sei.

Das Phänomen ist bekannt als Fata Morgana. Flirrende Luft über schmelzendem Asphalt, am Horizont eine wabernde Karamelkarawane, das Hirn angeschwollen auf Ballongröße. Denken unmöglich, Reden nur unter größtmöglicher Anstrengung, da die Zunge am Gaumen klebt. Hilfe nicht in Sicht, keine Oase, kein labend Nass, kein kühlend Bier – oder doch? Die Tatsache, dass zwei Türen weiter ein auf Hochtouren laufendes Kühlaggregat seit einer Stunde damit beschäftigt ist, Bier auf seine angemessene Trinktemperatur zu bringen, lässt mich weiterleben.

Danke Männers!

Von Bläsern & geklauten Gläsern

Pösie für Lieb & Bösi

Seit jestern abend hör ick Trompeten laut
ick glob, mir hat da ener meen Bier jeklaut
ick glob, der Soltan, der hat nen rischtjen Knall
ich denke, ditt war jestern der Fall

Watt sachste, Volker, da kickste waaa
und der dünnste Trompeter, ditt iss ma klaa
der war och der schönste, jebe ick zu
doch allet, wat Fraun wolln, dit bist du

Bin wohl noch immer beschwippst (Anm. d. Red.)

Lustiges, kleines Straßenfest gestern *kicher* und der Trompeter hatte wahnsinnig schöne Augen, aber du hast die schönsten Hände!