Tausend Tropfen

Pösie für Lieb & Bösi

Mein Kopf, ein Loch
Und doch sind tausend Worte drin
Ich will sie fangen, will sie kleiden
In Wortgewänder, die mit zartem Stich
Und feiner Nadel sich
Einweben ins Papier, das mir
Im Hier und Jetzt als Zeuge bleibt
Derweil die Zeit verrinnt
Und sich entspinnt in Fäden aus
Vergessenheit, ein Traum verpuppter Eitelkeit
Bereit, sich übermorgen zu entkleiden
Um nackt mit rohen Eingeweiden
In meinem Kopf ein Bad zu nehmen

Mein Kopf, ein Loch
Und doch sind tausend Tropfen drin

 

– Welttag der Poesie –